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5 LESSONS LEARNED @ CMCX IN MÜNCHEN – UND REICHLICH EMOTION

5 LESSONS LEARNED @ CMCX IN MÜNCHEN – UND REICHLICH EMOTION

Im Rahmen der Internet World E-Commerce Messe in München fand auch die Content Marketing Conference (CMCX) statt. Und dieses Mal war Südtirol gut vertreten. Nicht nur durch clicktext! Wo alle Größen der Branche zusammentreffen, werden Best Practice Beispiele aufgezeigt, neue Tools und Möglichkeiten vorgestellt, die neuen Anforderungen an den Bereich diskutiert und natürlich wird mit Buzzwords nur so um sich geschmissen. Wenn es zwei Tage lang spannende Infos hagelt, lassen sich die Erkenntnisse unmöglich in einem Text zusammenfassen. Eine erste Bilanz ziehen möchte ich aber trotzdem. Was werde ich also mit nach Hause nehmen?

1. Wandelwelt

„Nichts ist mehr fertig“, sagt Sebastian Callies bereits zu Beginn der Konferenz und tatsächlich wird das Thema des konstanten Wandels von allen folgenden Speakern direkt oder indirekt behandelt. „Alles befindet sich in konstanter Entwicklung. Es ist eine Welt der rasanten Veränderung, in der wir leben“. Die Anforderungen an Marketer, insbesondere an die Branche Content Marketing sind enorm: Flexibilität ist gefragt. Die große Herausforderung: Top-Qualität in Top-Tempo. Hochwertige und vor allem relevante Inhalte müssen laufend und vor allem schnell an die Zielgruppe herangetragen werden.

2. Quality first!

Schnelligkeit und Qualität vereinen – wer das schafft, hat gewonnen. Qualität im Content bedeutet primär Relevanz für den gewünschten Content-Konsumenten. Aber auch, dass Content ästhetisch ist! Das Design – also wie die Inhalte aufbereitet werden, spielt eine große Rolle für die Aufnahmebereitschaft des Lesers bzw. Empfängers. Ein Aspekt, der von manchen Content Marketern wohl vernachlässigt wird, weil man sich allzu sehr auf die Zielgruppe und die Aufbereitung eines Inhalts konzentriert. Gut designed = gute Usability. Und wenn die nicht gegeben ist, kann der Content auch noch so gut sein – er wird nicht konsumiert. Spannend übrigens: 50% britischer Online-Shop-Besucher entscheiden sich aufgrund von Rechtschreibfehlern auf der Seite gegen einen Kauf. Qualität bedeutet auch: wer fürs Web textet, der sollte das auch können.

3. Data, data, BIG DATA

Die Entscheidung, welche Inhalte in welcher Form aufbereitet werden sollen, darf keine Bauchentscheidung sein. Trial and error ist nicht mehr! Wer Content macht, muss wissen, was er tut. Big Data macht’s möglich. Und 1.000 Tools zur Auswertung. So gelangt man zu Themenclustern und wichtigen Keywords von denen dann Inhalte und ihre Formate abgeleitet werden können. Ob die Strategie funktioniert hat, kann anschließend haargenau nachvollzogen werden. Was die Auswertung von Content anbelangt, gingen Speaker wie Ingo Kahnt und Daniel Horzetzky von Newcast ins Detail. Spannende Best Practice Darstellung – von der Themenfindung bis zum Monitoring. Im realen Leben, bzw. bei uns in Südtirol wohl nicht immer in dieser Form anwendbar, aber auch gar nicht nötig. Vor allem in der Tourismusbranche bleiben Zielgruppe/Themen/Keywords für längere Zeiträume statisch. Wohl eher was für die Saturns dieser Welt. Doch zu sehen, dass im runtergebrochenen Stil clicktext verdammt viel richtig macht, ist eine schöne Bestätigung.

4. Und an der Story scheiden sich die Geister

„Storytelling ist doof“ – hatte ich mich gerade verhört?! Ja, so denken jene Content Marketer, bei denen es ausschließlich um Umsatzsteigerung geht und die eine sehr technische Herangehensweise ans Thema vertreten. Was aber ist mit anderen Zielen, die den Umsatz eines Unternehmens ebenfalls steigern – wenn auch nicht auf eine unmittelbar nachvollziehbare Weise? Imagebuilding, beispielsweise. „Storytelling lässt sich eben nicht immer so gut messen“, meinte Gerrit Klein vom Ebner Verlag, mit dem ich die Ehre hatte, auf der CMCX Night über das Thema zu diskutieren. „Nein“, sagte ich. „Emotion lässt sich nicht messen“. Aber Content Marketing muss doch nach wie vor eine sehr kreative Branche bleiben! (Wenn ich mich umsehe, sehe ich nur weiße Hemden und schwarze Jackets und wenn ich dann an mir heruntersehe – im grasgrünen Rock mit gelbem Pulli und meinen grünen geliebten Docs – fürchte ich plötzlich, dass ich mit der Leidenschaft für die Kreativität, für’s Storytelling alleine da stehen könnte und dass zwischen all dem Business rund um Content die Kunst dahinter verloren gehen könnte. Dabei erlebe ich täglich, dass Storytelling die Basis von allem sein muss! Wo die Geschichte fehlt, wo die Emotion fehlt, kann ich noch so analytisch perfekt vorgehen – der Content wird nicht zu Herzen gehen. Und da soll er ja eigentlich hin. Diskussionen mit Branchenkollegen sind übrigens dann am schönsten, wenn der ein oder anderen einem auch Recht gibt. 😉

5. Stolz, eine Südtirolerin zu sein

Dass ich das mal sagen darf! Auch das gehört zu meiner Liste der „lessons learned“. Ja, wir Südtiroler glauben oft, wenn wir über die nördliche Grenze unseres kleinen Landes in den Bergen schreiten, erwartet uns dort so viel mehr von überhaupt allem. Von Know How zum Beispiel. Wir bewundern alles, was nördlich geschieht so sehr, dass wir gar nicht bemerken, wozu wir eigentlich selbst in der Lage sind! Gabriela Crepaz von der IDM (Projektleitung Storytelling – ach wie schön!) stellte souverän und authentisch „Was uns bewegt“ vor, die Südtiroler Storyplattform, die letztes Jahr den deutschen Content Marketing Preis gewonnen hatte. Das erntete nicht nur großen Applaus, sondern wurde auch im Anschluss bei der CMCX Night noch sehr positiv und intensiv diskutiert. „Ach wie toll, du bist Südtirolerin!“, hörte ich an diesem Abend laufend. Dabei wurden nicht nur das Essen, die Landschaft, der Wein gelobt, sondern eben auch unsere Leistung in Sachen Content Marketing. Und mein italienischer (?) Kleidungsstil. Ja, der auch.

In unserem Land schlummern unsagbar viele Geschichten. Und das Erzählen liegt uns einfach im Blut. So, nun lasset uns Gelerntes anwenden, Emotionen leben und erlebbar machen! Ich glaube jetzt mehr denn je an das clicktext Konzept: „share your story“!

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