So schön ist Interpunktion.

Sie zaubert ein Lächeln auf deine Lippen 🙂 – sie kann dich traurig machen 🙁 – und sie ist manchmal ganz schön frech! 😉 Interpunktion ist nicht „wichtig“, sondern wichtig. Und manch einer verdankt ihr sogar das Leben.

#LaraStories

Genau deshalb hab ich mir, als der kleine Grammar-Nerd, der ich bin, ein paar (scheinbar) verflixte Satzzeichen rausgesucht und sowohl ihre Bedeutung als auch ihre – richtige – Verwendung ganz kurz erklärt. Am Ende gibt’s dann noch nützliche Links für detailliertere Eigenrecherche im WWW. Und jetzt: viel „Spaß“! 😉

Stopp. Einmal kurz zurückspulen, bitte!

 

Was war das vorhin nochmal – Interpunktion kann Leben retten? 

Ja, ganz richtig gelesen! Davon kann der Opa in unserem Beispiel ein Liedchen singen. Denn der Beistrich in diesem Satz macht für ihn einen ziemlich großen Unterschied:

 

„Komm, wir essen, Opa!“ – Opa lebt. Er wird zum Esstisch gerufen.

„Komm, wir essen Opa!“ – Opa lebt (hoffentlich) nicht mehr. Er ist jetzt auf dem Esstisch, und zwar im Teller. Mahlzeit!

 

So viel zur Wichtigkeit des Beistriches. Und hier gibt’s nun unseren neuesten clickSnack – natürlich ganz ohne Opa! 😉

 

Los geht’s mit dem Interpunktion-Zweimalzwei:

 

 

Doppelte und einfache Anführungszeichen:

Anführungszeichen werden dazu genutzt, eine direkte Rede, ein Zitat, ironische Aussagen oder Werktitel und zitierte Überschriften zu kennzeichnen, sowie Wortteile, Wörter und Satzteile hervorzuheben.

Wenn innerhalb der Anführungszeichen eine weitere direkte Rede oder ein weiteres Zitat vorkommen, werden die einfachen Anführungszeichen verwendet.

 

Bei der Verwendung von Anführungszeichen ist jedoch Vorsicht geboten – sie können einem Wort, das nur hervorgehoben werden soll, ganz schnell einen ironischen, zweideutigen Touch verleihen (wie man in den Beispiel-Fotos unschwer erkennen kann). Mein Tipp also: zum Hervorheben idealerweise einfach kursiv oder fett formatieren und so auf Nummer sicher gehen.

 

 

Bindestrich:

 

Der Bindestrich heißt nicht von ungefähr so: Er verknüpft Teilbegriffe, Werte und Zahlen – und teilt sie am Zeilenende. Komposita aus Wörtern, Zahlen oder Einzelbuchstaben (oder aus Wörtern unterschiedlicher Sprachen) werden, sofern für die Verständlichkeit notwendig, durch den Bindestrich gekoppelt: Harry-Potter-Roman, y-Achsen-Bestimmung, das In-den-Tag-hinein-Leben, Content-Marketing-Strategie.

 

Achtung: Der Bindestrich ist NICHT mit dem Gedankenstrich zu verwechseln.

 

Gedankenstrich:

 

Der Gedankenstrich kündigt eine Pause an. Er wird je nach Anwendung als

  • Parenthesestrich (ersetzt Klammern und kennzeichnet einen Einschub)
  • Gegenstrich (kündigt einen Gegensatz oder etwas Unerwartetes an)
  • Auslassungsstrich (ersetzt einen Teil des Wortes bzw. des Satzes und kann statt der Auslassungspunkte (…) eingesetzt werden)
  • Bis-Strich (ersetzt das „bis“ – z. B. November–März)
  • Spiegelstrich (als Aufzählungszeichen)
  • Währungsstrich (45,– €)

eingesetzt.

Im Text wird vor und nach dem Gedankenstrich immer ein Leerzeichen eingesetzt – wird er hingegen als Bis-Strich oder Währungsstrich verwendet, so ist kein Leerzeichen notwendig.

Dreipunkt:

 

Die drei Punkte (Auslassungszeichen) stehen für eine Textauslassung oder für eine Gesprächspause. Wenn sie für ein ganzes oder mehrere Wörter stehen, geht ihnen ein Leerschritt voran. Ersetzen sie hingegen einen Teil eines Wortes, so ist kein Leerschritt notwendig:
Du bist ein A…!
Du bist ein …!

Wenn die drei Punkte eine Textpassage eines direkten Zitats innerhalb von Anführungszeichen ersetzen, werden sie in Klammern gesetzt.

Auslassungspunkte sind ein Satzzeichen – sie werden somit nicht von einem weiteren Satzzeichen (z. B. Punkt) gefolgt. Nach dem Dreipunkt wird normalerweise groß weitergeschrieben, außer er zeigt ein Zögern innerhalb eines Satzes an. Und … genau:

Der Dreipunkt besteht nicht aus fünf, vier oder zehn Punkten, sondern aus dreien. 😉

Der Schrägstrich:

 

Es gibt keine einheitliche Festlegung, ob vor und nach dem Schrägstrich ein Leerzeichen eingesetzt wird. Der Duden empfiehlt, bei einzelnen Wörtern kein Leerzeichen zu setzen (z. B. Mai/Juni), bei mehreren Wörtern jedoch schon (z. B. Ende Mai / Anfang Juni). Wichtig ist, dies einheitlich durchzuziehen.

 

Nicht verzagen, Duden fragen!

 

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