skip to Main Content
+39 0471 095 237
DSGVO Teil 3 – Alles Doch Nicht So Schlimm? Eigentlich Schon, Aber …

DSGVO Teil 3 – alles doch nicht so schlimm? Eigentlich schon, aber …

Spannende Wochen liegen hinter uns, in denen wir nicht nur zahlreiche Blogartikel  und Tutorials zum Thema Datenschutzgrundverodnung (DSGVO) gelesen haben, sondern auch eine mehrstündige Schulung besucht und eine ganz konkrete Direktberatung durch eine spezialisierte Juristin erhalten haben. Dabei sind einige fundamentale Fragen im Umgang mit der DSGVO thematisiert worden, die wir im Folgenden erläutern bzw. beantworten werden:

Kann ich einfach so weiter machen wie bisher?

Ganz klar: NEIN! Die DSGVO kommt ohne Wenn und Aber. Am 25.05.2018 endet die zweijährige Übergangszeit und die neuen Vorgaben gelten verbindlich. Wer sie ignoriert, kann damit rechnen, früher oder später einer entsprechenden Prüfung mit drakonischen Strafen unterzogen zu werden. Auch wer seine Daten bisher mit großer Sorgfalt gesammelt hat, muss den neuen Vorgaben gemäß einige Pflichten erfüllen.

Was muss ich also nun tun?

Der wohl wichtigste Schritt ist, allen Kunden, Interessenten, Lieferanten, Websitebesuchern etc. eine individuell angepasste Datenschutzerklärung zukommen zu lassen. Was genau enthalten sein muss, regelt Artikel 13 der DSGVO.

  • Alle Daten, die Sie nicht für die Erfüllung Ihrer vertraglichen oder gesetzlichen Pflichten benötigen bzw. für die Sie keine Zustimmung haben, müssen Sie löschen.
  • Prüfen Sie genau, ob Sie für alle bestehenden bzw. genutzten Daten die nötigen Zustimmungen in richtiger Form besitzen. Diese müssen nicht zwangsläufig schriftlich gegeben werden: Wenn Ihnen jemand z.B. seine Visitenkarte aushändigt, können Sie das als Einverständnis zur Datenspeicherung werten. Sie KÖNNEN, wohlgemerkt – um ganz sicher zu gehen, sollten Sie die Datenschutzerklärung aber dennoch an diese Person schicken. Die Erklärung kann auch in verkürzter Version versendet werden, z.B. in der Signatur einer E-Mail – allerdings sollte dabei immer auch der Link zur vollständigen Version angegeben werden.
  • Klären Sie mit Ihren Lieferanten bzw. Subunternehmern / Agenturen, welche Rolle diese im Rahmen der DSGVO einnehmen (Datenverarbeiter bzw. Datenverantwortlicher) und halten Sie die jeweiligen Rechte und Pflichten in einer Beauftragung fest.
  • Stellen Sie sich jetzt schon auf die Zukunft ein. Passen Sie Ihre Privacy-Bestimmungen an, bauen Sie die Datenschutzerklärungen auf Ihrer Website ein und verwenden Sie für den Newsletter das Double-Opt-In-Verfahren.
  • Nutzen Sie die Chance, sich von Altlasten zu befreien: In die Jahre gekommene Mailinglisten mit 100.000 Datensätzen werden ohnehin keine guten Ergebnisse bringen. Trennen Sie sich von unnötigen Daten und verschlanken Sie Ihre Datenbanken.

Last but NOT least:

Leisten Sie sich eine persönliche Rechtsberatung und gehen Sie Ihre konkrete Situation Schritt für Schritt durch. Nachlässigkeit kann schnell teuer werden.

Disclaimer

Ich bin kein Jurist und dieser Text ist in keinster Weise ein Ersatz für eine fundierte Rechtsberatung. Ich mache mir lediglich aufgrund meiner Marketing-Erfahrung Gedanken darüber, wie Unternehmen von den neuen Richtlinien betroffen sind und was sie tun können, um auch 2019 noch erfolgreich Marketing zu betreiben. Dabei übernehme ich keine Verantwortung für Fehlinterpretationen oder falsche Annahmen, auch, wenn ich meine Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen treffe.

Back To Top