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Es War Einmal Im SEO-Märchenland

Es war einmal im SEO-Märchenland

Geschichten, die nicht länger zum Happy End führen…

Früher war alles anders. Besser? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall kannte jeder seinen Platz: früher war Suchmaschinen-Marketing etwas Geheimnisvolles, beinahe Mystisches, etwas, das man als Unternehmer „ja eh nicht wirklich verstehen“ konnte und deshalb an einen hippen jungen Menschen mit Sakko und Sneakers übergab. Damals wurden Webtexte auf ihre „Keyword Density“ hin untersucht, Rankings wurden verglichen, Sichtbarkeitsindexe überprüft und optimiert, externe Links einfach eingekauft und es gab haufenweise Vorgaben zu Begrifflichkeiten und deren idealer Position im Webtext – alles, um im Google-Ranking zu einer Suchanfrage auf Position Nummer 1 (oder zumindest möglichst weit vorne) zu landen. Diese Form von SEO war ein Muss, wenn man online etwas reißen wollte, da führte kein Weg dran vorbei. Solche Optimierungen haben Geld gekostet – aber das war auch in Ordnung. Damals …

Content Marketing – Ein verkatertes Erwachen

Doch die WWWelt (sic!) hat sich grundlegend gewandelt. Die oben beschriebenen SEO-Vorgänge gehören großteils der Vergangenheit an, Google hat die bisher geltenden Spielregeln endgültig über den Haufen geworfen. Suchmaschinen-Marketing ist heute simpel wie nie – und dabei auch so anstrengend wie nie. Denn während man früher einfach Geld in die Arbeit zur Suchmaschinenoptimierung investiert hat und dafür effektives SEO bekam, ist heute aktive Mitarbeit der Auftraggeber gefragt. Ein Beispiel: Früher reichte es aus, Texte einfach google-friendly (also sehr technisch) zu schreiben – heute muss der Text nicht mehr eine Maschine, sondern die eigene Zielgruppe ansprechen. Und die muss man erstmal – objektiv – benennen können. Diese neue Vorgehensweise ist allerdings noch lange nicht bei allen Firmen-Chefs angekommen. Sei es, um an (lieb gewonnene) Traditionen festzuhalten, oder aber mangels besseren Wissens: noch immer gibt es Firmen, die große Summen in veraltete Vorgehensweisen investieren – und in alte SEO-Märchen.

Wir haben ein paar dieser SEO-Märchen, die auch heute noch vielfach erzählt und geglaubt werden, zusammen getragen und auf ihren Wahrheitsgehalt hin geprüft:

Die idealen Keywords müssen möglichst oft auf der Website enthalten sein.

Falsch. Vielmehr muss die Website von Google als relevant für die gestellte Suchanfrage erklärt werden. Dazu braucht es aber nicht 500 mal „Wanderurlaub in Südtirol“ auf der Seite. Vielmehr gilt der „holistische Ansatz“, der besagt, dass ich mich im Wortfeld bewegen muss. Ich kann also über Urlaub, Wandern und Südtirol schreiben, ohne krampfhaft Schlüsselwörter in meinen Text einbauen zu müssen.

Der Text muss möglichst lang sein

Wieder falsch. Ein Text muss genau so lang sein, wie er es sein muss, um seinen Zweck zu erfüllen. Auch eine einzelne Information, wie eine Öffnungszeit, ein Preis oder ein Status kann schon die gestellte Anfrage bedienen. Es geht also um Relevanz, nicht um objektiv/technische Kriterien.

Ich brauche möglichst viele und möglichst häufig neue Inhalte

Jein. Grundsätzlich sind „Content Freshness“ und der pure Umfang einer Website ein Rankingfaktor, richtig. Allerdings darf der mittelmäßige Content auch nicht überwiegen: Aus diesem Grund sollte man sich lieber darauf konzentrieren, wenige, aber dafür gute Texte zu haben und diese kontinuierlich zu ergänzen. Qualität statt Quantität.

Das Keyword muss in der Seitenüberschrift stehen

Wieder Jein. Ein sinnvoll gewählter Titel kann dabei helfen, den Inhalt einer Seite als relevant für die Suchanfrage zu bewerten. Allerdings ist er nur einer von vielen (man geht von mehreren Hunderttausend aus!) Ranking-Faktoren für Google und muss deswegen nicht sklavisch optimiert werden. Viel wichtiger ist die Relevanz des Textes als Ganzer! Nicht ganz unumstritten, unsere Sichtweise auf diesen Punkt, okay – aber die Betonung liegt auf „sklavisch“. Natürlich darf, kann und sollte das entsprechende Wort mal in den Überschriften auftauchen. Aber eben nicht immer und überall – und vor allem bitte nicht automatisiert!

Ein (hohes) AdWords-Budget verbessert mein Ranking.

Schlicht und einfach falsch. Auch wenn man verstehen könnte, dass Google diesem Märchen keine klare Absage erteilt: ob ich Adwords mache oder nicht, hat keinerlei Einfluss auf die Position meiner Seite in den Suchergebnissen.

Gute Metatags sind wichtig für Google

Früher ja, schon lange nicht mehr. Was ich unter „Keywords“ in den Code meiner Website schreibe, spielt für Google keine Rolle mehr. Warum wir sie trotzdem mit unseren Texten mitliefern? Sie helfen uns bei der Optimierung der Texte, um das Themenfeld abzustecken. Und außerdem: man weiß ja nie. Was man hat, hat man. Und Google sagt selbst: „Könnte irgendwann mal wieder wichtig werden.“

Das größte Märchen zum Schluss:

Das Ranking in Google ist wichtig für den Erfolg meiner Website

Um dieses Märchen zu widerlegen, stellen wir uns das Web einmal als Kaufhaus vor: wird ein Produkt besser verkauft, weil es im Regal genau im Blickfeld des Käufers steht? Vielleicht! Aber es gibt extrem viele Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Wie groß ist der Käufer? Was genau ist also sein Blickfeld? Ist der Preis akzeptabel? Wie sieht die Verpackung aus? Was sind die Inhaltsstoffe? Ist die Firma/Marke für den Käufer in Ordnung? Sie sehen: viele Faktoren spielen eine Rolle, nicht nur die Position. Was kann ich also tun, statt um die Gunst des Supermarkt-Chefs zu buhlen, damit mein Produkt vermeintlich gut platziert wird? Ich kann selbst dafür sorgen, dass mein Produkt den Leuten gezeigt wird, von denen ich meine, dass sie es brauchen könnten. Das nennt sich dann Content Marketing.

Und genau so ist es mit der Website: angesichts der Fülle an Faktoren, die für eine Kaufentscheidung eine Rolle spielen, ist das Ranking nur einer von vielen. Deutlich wichtiger ist es, ein klares Konzept zu haben, wie man wem und wo seine Inhalte präsentiert. Schon alleine, um sich abseits der Launen des Supermarktleiters/Google gut präsentieren zu können.

clicktext – further than google-thinking!

Fakt ist: Ein Produkt wird nicht (mehr) wegen seiner Leistungsdaten gekauft. Image, die Geschichte dahinter und die User Experience – also wie der Käufer das Gekaufte erlebt – werden in Zeiten austauschbarer Angebote immer wichtiger.

Aus diesem Grund beschreiben wir immer auch den Kunden selbst, nicht nur sein Produkt, stellen seine (Alleinstellungs-)Merkmale in den Fokus und wissen, über welchen Kanal wir die zu ihm passende Zielgruppe erreichen und die Inhalte mit den geringsten Streuverlusten vermitteln.

Das sorgt für jede Menge guter User Signals und bringt die richtigen Besucher auf die Website. Denn wie sagte ein weiser SEO-Guru damals zu uns: „Wenn es für den Leser gut ist, ist es auch für Google gut.“

Fazit

Das SEO-Märchenland? Es war einmal! Geschichten mit echtem Happy End basieren nicht mehr nur auf technischem Handwerk, sondern – zu einem großen Teil – auch auf echtem Schreib-Talent und Marketing-Fachwissen!

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