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FACEBOOK – WIE OFT SOLL ICH EINEN BEITRAG POSTEN?

FACEBOOK – WIE OFT SOLL ICH EINEN BEITRAG POSTEN?

Eine der am häufigsten gestellten Fragen in unseren Seminaren ist: „Wie oft sollte ich denn etwas auf meiner Fanpage posten?“. Unsere Antwort ist stets dieselbe: „So oft wie möglich, solange der Inhalt hochwertig ist und einen Mehrwert bietet“. Spätestens wenn wir dann von Seiten berichten, die alle 20 Minuten einen Beitrag veröffentlichen, ist das Erstaunen groß und es kommen Antworten wie „da nerve ich meine Fans doch mit“ oder „was habe ich denn davon“.

Locowise – ein Anbieter von professionellen Social Media Marketing Lösungen – ist dieser Frage nachgegangen und hat 600 Fanpages mit insgesamt mehr als  250 Millionen Fans unter die Lupe genommen.

Dabei stellte sich heraus, dass die meisten Seiten eine Frequenz von 2–4 Beiträgen pro Woche halten. Gerade einmal 17% posten häufiger als 1x pro Tag. Hier sehen Sie die gesamten Ergebnisse:

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Quelle: http://locowise.com/blog/how-facebook-page-posting-frequency-impacts-reach

 

Wenn man sich nun fragt, inwiefern die Frequenz die Reichweite beeinflusst, so stellt man zunächst fest, dass Fanpages, die weniger oft posten, auf den ersten Blick sogar eine BESSERE organische Reichweite haben, als solche, die sehr häufig Inhalte veröffentlichen. Den besten Wert erzielen die Fanpages mit einem Post/Woche, den schlechtesten die mit 10 oder mehr. Beim Engagement sieht es ähnlich aus. Tatsächlich deckt sich dieses Ergebnis mit unseren Beobachtungen: wer seltener Beiträge schreibt, bekommt für diese mehr Beachtung.

Und das ist eigentlich auch logisch, wenn man ein wenig darüber nachdenkt. Gehen wir immer von hochwertigen, gut konzipierten Beiträgen aus: wenn ich eine Seite nur selten in meinem Newsfeed sehe, dann werde ich ihr vermutlich mehr Beachtung schenken, als einer, die regelmäßig angezeigt wird. Entsprechend sind Engagement und Reichweite höher. Aber eben nur für diesen einzelnen Beitrag.

 

Was also nun? Viel oder wenig posten?

Machen wir ein bisschen Mathematik: eine Fanpage mit 1.000 Fans stellt einen Beitrag pro Woche online und hat 15% Reichweite und 13% Engagement. Entsprechend wird dieser Beitrag 150 Usern angezeigt (und angezeigt werden heißt nicht sehen…HIER schreiben wir über die Wertigkeit der einzelnen statistischen Daten) und 130 interagieren damit. Gar nicht schlecht. Eine andere Seite mit 1.000 Fans postet 4x/Woche und erreicht nur 96 Fans (9,6%) aber eben PRO BEITRAG. Multipliziert mit 4 bedeutet das, die Seite erreicht pro Woche 384 Fans. Nun muss man relativieren: es werden zwar jeweils pro Post entsprechend viele User erreicht, aber nicht genau andere oder dieselben. Wie groß die Schnittmenge ist, weiß niemand, aber man kann davon ausgehen, dass je mehr Fans man hat, um so weniger wird man dieselben Fans erreichen.

 

Nerve ich dann meine Fans?

Ganz klar: Nein! Im Newsfeed werden jeden Tag ca. 300 Beiträge angezeigt, ausgewählt aus allen Freunden, Fanpages und Gruppen, die ein User auf Facebook geliked hat, bzw. deren Mitglied er ist. Dazu kommen noch ca. 15% Werbung (die – wenn hoffentlich gut gemacht – nicht weiter auffällt). Wenn Sie nun also 10 Beiträge pro Tag posten und dabei jeweils 6,5% ihrer Fans erreichen, wie oben in der Tabelle angezeigt, dann bedeutet das rein rechnerisch, dass durchaus jeder Fan nur einen dieser Beiträge pro Tag sieht – und selbst wenn es mehrere sind: würde es SIE nerven, wenn sie – jeweils im Abstand einiger Stunden – bei Facebook hineinschauen und dort dann, eingebettet in mehrere Dutzend andere Beiträge, zwei oder drei Beiträge eine bestimmten Seite finden? Der Fan hat sich ja bewusst für Ihre Fanpage entschieden! Entsprechend – kein Problem!

 

Negatives Feedback

Wo Seiten mit hoher Posting-Frequenz glänzen ist das geringe Negative Feedback. Eine Seite mit 10+ Beiträgen wird gerade einmal ein Viertel so häufig gemeldet, entliked, ausgeblendet oder abgelehnt. Der Grund dafür lässt sich erahnen: die Fans WOLLEN viele Beiträge dieser Fanpage sehen, sondern wären sie nicht Fan und die hohe Frequenz sorgt für eine gute Fanbindung, so das man nicht „vergisst“ Fan geworden zu sein und sich dann irgendwann über einzelne Posts ärgert. Ob das eine Rolle für Erfolg oder Nicht-Erfolg spielt? Darüber kann spekuliert werden, aber ein Fan, der nur Fan ist, weil ich ihn nicht mit meinen Inhalten „nerve“, spielt für meine Vermarktungs-Strategie auch eigentlich keine Rolle.

 

In diesem Sinne – fröhliches Posten!

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