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Storytelling Auf Dem Präsentierteller

Storytelling auf dem Präsentierteller

clicktext im Außendienst

clicktext gibt es als Agentur für digitale Kommunikation seit – hochgerechnet – 3 Jahren. Mit Ausdauer, stetem Streben nach Optimierung in allen Bereichen und vor allen Dingen mit Begeisterung, hat es clicktext rasch weit gebracht.
Weit.
Wirklich weit.
Bis in den Elsass.

Voller Freude, aber nicht ohne ein bisschen Verwunderung darüber, über mehrere Grenzen hinweg gebucht zu werden, haben wir dem 4**** Bio und Spa Hotel La Clairière zugesagt, konzeptionell am Erstellen des neuen Webauftritts, beim Erstellen neuer Texte in den Sprachen Deutsch und Englisch, sowie beratend im Bereich Webmarketing mitzuwirken. Und so tuckerte clicktext, repräsentiert von Barbara (Redaktion Fremdsprachen und Textierung) und mir (Content Marketing und Textierung) einmal quer durch Europa.

Markt- und Geschichtenforschung

Die Tourismusmarketerin in mir sammelte während 8 Stunden Zugreise fleißig Informationen über vorüberfliegende Destinationen und mitreisende Zielgruppen, doch irgendwann gewann mein Faibel fürs Storytelling die Oberhand und die Anreise wurde zur Geschichte.

Manchmal entstehen Geschichten nämlich wie von selbst, ohne kreatives Zutun nach allen Regeln der Storytelling-Kunst. Im verschlafenen Ort Ingwiller zum Beispiel, wo Bäume in herbstlichen Flammen stehen und Nebel über die Pflastersteine kriecht. Diese Stimmung genießt man so lange, bis man ein Taxi benötigt, das einen zum Hotel bringt. Und schon ist man mittendrin. Mittendrin in der nahen Spelunke, zwischen Bier trinkenden Landwirten, die quer durchs Land telefonierten, um ein Transportmittel für uns zu suchen. Mittendrin im vogesischen, dichten Nebelwald mit den uralten Bäumen, wo eine Straße sich vor Bemühen windet unser Taxi bis zum Hotel zu führen. Das Auto spuckte uns vor einem schummrig beleuchteten Weiler aus, den schräge Dächer, das stille Leuchten des Nebels und vor allem feuchtharzige Waldluft umgaben.

 

 

Vogesische Magie

Diese Mystik, dieser Zauber begleitete uns die ganzen drei Tage lang. In Form von Baumriesen und Waldhügeln – wann immer man den Blick durch ein Fenster richtete – in Form außergewöhnlicher Angebote von Yoga bis Chi Gong und einem Publikum, dem man die Energiearbeit quasi ansah und spürte.

 In Form von einem weitgereisten Koch, mit dem ein kurzes Interview zum stundenlangen Gespräch wurde. In Form von zwei Schwestern, den Managerinnen Lisbeth und Kareen, den beiden charmanten Französinnen mit den vielen Ideen. In Form von einer „Cuisine“, die mich in ihren Bann zog, mich wahrhaft begeisterte und zu der mir allein schon 1.000 Geschichten einfielen.

 

Lessons learned

Doch die Tourismusmarketerin in mir ermahnt mich zu fokussieren. Nein, deswegen wird der Text hier kein bisschen langweiliger, versprochen! clicktext hat auf dieser Reise nämlich sehr viel gelernt. Allem voran: Nicht überall ist der touristische Markt so gesättigt wie in Südtirol. Wo Wachstum im Grunde nur mehr begrenzt möglich ist (und wenn ja, zu welchem Preis?! – im zweifachen Sinne), bedeutet digitales Marketing, nichts anderes, als dass man Kuchenstücke hin- und herschiebt.

Umso spannender zu erkennen, dass das Potential des Naturparks Nordvogesen, sei es für Bike-Tourismus, Wander-, Kultur- oder eben Erholungsreisen, bis dato noch recht zurückhaltend erschlossen worden ist. Der geschichtsreiche, verzauberte Ort La Petite-Pierre wurde uns von den Ingwillern als bereits „äußerst touristisch“ beschrieben, dabei verzeichnet das kulturreiche Örtchen gerade mal 5 Unterkunftsbetriebe. Hashtagpotential zudem auf Instagram und Co. (#goandfindmypic) 😉 Ideen zur Vermarktung dieser Destination ohne Ende. Aber dafür waren wir ja (noch) 🙂 nicht gekommen.

Spannend auch, die Erfahrung zu machen, dass ein 4**** Hotel im Elsass auf eine Südtiroler Agentur zurückgreifen muss, da es im näheren Umkreis keine Marketer mit touristischer Spezialisierung gibt. Man sei es gewohnt, für Marketing-Anliegen aller Art Anbieter aus Deutschland oder anderen Ländern zu suchen.

 

„Ich bin!“ statt „“Wie soll ich sein?“

Positiv überrascht hat uns zudem die Herangehensweise der beiden Schwestern im Hinblick auf die Postitionierung des Betriebes. Der Südtiroler ist nicht selten so stark gastgeprägt, dass er in diesem Bereich zuerst das Markpotential analysiert und dann einfach zu dem „wird“, was gerade gefragt ist. Authentizität geht anders. La Clairières Frage lautete nicht „Was sollten wir sein?“, sondern viel mehr „Wie können wir jene Gäste ansprechen, die das lieben, was wir nun mal sind.“ Das ist bei La Clairiéres Nischen-Positionierungs-Wunsch zwar wirklich herausfordernd, aber es ist ECHT.

Sind es die vielen Geschichten? Das große touristische Potential? Dieselbe Begeisterung der beiden Schwestern für ihre Arbeit? Oder war es einfach zwischenmenschlich? Wir wollen wieder hin, in den Wald, auf die Lichtung, ins La Clairiére. Und Kareen und Lisbeth begleiten und ihnen dabei helfen, Ihre Visionen umzusetzen.

Ines

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