skip to Main Content
+39 0471 095 237
Storytelling Heute – Alles Anders?!

Storytelling heute – alles anders?!

Wie sich die Kunst des Geschichten-Erzählens verändert hat. Beziehungsweise ob überhaupt.

Noch nie war es einfacher Geschichten zu vermitteln und zu verbreiten! Social Media – nein, weiter gefasst – die neuen Technologien insgesamt, von Virtual Reality, Livestreaming, Location Based Storytelling oder Augmented Reality bieten vollkommen neue Möglichkeiten, den Kunden nicht nur zu erreichen, sondern ihn emotional abzuholen und zu involvieren.

Der Hype, den wir seit einigen Jahren rund ums Storytelling im Marketing erfahren, hängt sicherlich auch mit diesen neuen digitalen Möglichkeiten zusammen. Gleichzeitig steigt aber vor allem auch der Anspruch des Publikums an Informationen und Inhalten, die von einem Unternehmen publiziert werden: Reine Werbe-Info reicht nicht mehr aus, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppen zu erreichen. Guten Geschichten gelingt es jedoch, trotz Informationsüberfluss, durchzudringen und merkfähig Informationen zu vermitteln!

Warum ist das so? Nun. Einiges hat sich in aller der Zeit, seit Menschen sich Geschichten erzählen (seit 40.000 Jahren!), nicht verändert. Und zwar der Aufbau einer gut funktionierenden Geschichte.

Also wie jetzt: Traditionell oder digital? Wie funktioniert Storytelling am besten?

Es geht um beides, denn: „Digital“ – das ist letztendlich die Form und der Kanal, über den eine Geschichte erzählt wird. „Traditionell“ beschreibt die Struktur und den Aufbau einer Story. Traditionell erzählte Geschichten halten sich an den klassischen Storyaufbau – vorgegeben von Aristoteles und Gustav Freitag: eine Pyramide mit drei bzw. fünf Akten mit Ausgangssituation, steigender Handlung, Höhepunkt, abfallende Handlung und Schlusspunkt. In dieser Struktur durchläuft der Held einer Geschichte eine Wandlung, eine Heldenreise. Der Protagonist der Story verlässt seine gewohnte Umgebung, besteht Abenteuer, stellt sich diversen Aufgaben und kommt verändert in seine alte Welt zurück, um diese ebenfalls zu ändern. Diesen Aufbau kann man als Text oder Video auch „digital“ im Netz erzählen – als Blogbeitrag oder als YouTube Video.

Soziale Medien und Co. erlauben uns jedoch, dieses Format zum Teil aufzulösen und Geschichten mit flexibleren Strukturen zu erzählen. Zum Beispiel Geschichten, die zur Partizipation einladen, deren Ende vom Leser selbst bestimmt werden. In transmedial bzw. dynamisch erzählten Stories wird der Rezipient zum Mitgestalter der Geschichte. Doch das Konzept einer gut funktionierenden Geschichte bleibt bestehen!

Good to know:

Geschichten benötigen immer einen guten Grund, warum sie erzählt werden. Der „Reason Why“ einer Story ist ganz entscheidend für die Merkfähigkeit einer Geschichte. Ganz entscheidend ist auch die Stärke der Emotion, die geweckt wird. Und diese reicht vom sog. „Wow-Effekt“, dem Erstaunen und Überraschen, oder gar Schock oder Stress, bis hin zum empathischen Mitfühlen, was sich ausdrückt in Freude und Lachen, bis hin zu Rührung oder Stolz. Wer den Rezipienten emotional berührt, hat‘s geschafft: er bleibt in Erinnerung, vermittelt sein Image auf nachhaltige und starke Weise, gewinnt ihn idealerweise zum Fan, Follower oder Kunden. Was für ein Happy End.

Back To Top